Diagnose und Beratung

in der Chinesischen Medizin

Vor den Beginn der Behandlung gehören die Anamnese und Diagnosestellung.

Die Anamnese ist eine Erhebung der Krankengeschichte in Form eines Gespräches, ggf. ergänzt durch eine körperliche Untersuchung, die Betrachtung der Zunge (Zungendiagnose) und das Fühlen der Pulse an beiden Handgelenken (Pulsdiagnose).

Ergebnis der Anamnese im Sinne der TCM (und Voraussetzung für die Behandlung) ist die Chinesische Diagnose. Das ist dann z.B. eine "Blockade des Leber-Qi", oder eine "Schwäche des Nieren-Yang", oder eine "Schwäche des Abwehr-Qi", oder eine "Blut-Hitze". So eine (zugegeben etwas ungewohnt klingende Bezeichnung) erkläre ich Ihnen bei Bedarf dann am Ende der Anamnese.

Chinesische Diagnose mit PulsdiagnostikPulsdiagnostik

Manchmal ergibt sich auch erst aus der Anamnese die Empfehlung, einen weiteren Spezialisten aufzusuchen. Möglicherweise ist das Aufspüren eines Störherdes durch den Neuraltherapeuten sinnvoll.

Gelegentlich ist beispielsweise die manuelle Behandlung des Atlas (oberster Halswirbel) oder eine spezielle zahnmedizinische Therapie erforderlich. Unter Umständen sollten auch bestimmte Laboruntersuchungen von Blut- oder Stuhlproben oder ein Ultraschall von zum Beispiel den Bauchorganen oder der Schilddrüse durchgeführt werden.

Heilkräuter in der TCMLöwenzahn z.B. bei Entzündungen der Haut.

Dann kann die Behandlung beginnen. Manche Erkrankungen werden von mir lediglich mit Kräutermischnungen behandelt, andere wieder nur mit Akupunktur. Häufig ergänzen sich beide Methoden.

Möglicherweise sind auch ein paar Worte zu Ihrer Ernährung sinnvoll und ergänzen dann die Behandlung.

Und manchmal ist eben auch ein interdisziplinärer Behandlungsplan mit dem Zusammenspiel mehrerer Spezialisten und Therapeuten erforderlich, um dem Ziel näherzukommen: Ihrer Gesundheit.

Details zur Diagnostik in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die zunächst vielleicht etwas eigenartige anmutende Denkweise in der Chinesischen Medizin wird verständlicher, wenn man versucht, sich in das für unsere Gehirne ziemlich ungewohnte Denksystem einzufühlen.

Ausgeglichenheit in der Chinesischen MedizinSinnbild eines Wohlfühlzustandes

In der TCM wird zunächst ein "Wohlfühl-Zustand" angenommen, in dem man gut "funktioniert". Körper und Geist "laufen wie geschmiert", man ist zufrieden. Am Morgen wacht man erquickt auf, Energie für den Tag ist genug da, nach den Mahlzeiten tritt das Gefühl angenehmer Stärkung ein, man empfindet sich als angenehm temperiert, die Sinne verrichten klaglos ihren Dienst. Mit den Widrigkeiten des Alltags in Familie und Beruf kann man erfolgreich fertig werden.
In der TCM würde man vielleicht sagen: das Qi ist kräftig und fließt gut, Yin und Yang sind ausgeglichen.

Das Gleichgewicht ist gestört

Angenommen, etwas in Ihrem Befinden beginnt Sie zu stören.
Dem Arzt wird es nicht viel weiterhelfen, von Ihnen zu erfahren, daß Sie sich "irgendwie im Ungleichgewicht" befinden.
Der Arzt braucht genauere Angaben, und ein System, in dem er die Art der "Schräglage" ablesen kann.

Schräglagen in der Chinesischen MedizinSuchbild: wo ist die Schräglage?

Die chinesische Medizin bietet so ein System einer Ordnung von "Schräglagen", in dem man z.B. anhand der geklagten Beschwerden (der Symptome), anhand des Aussehens der Zunge und anhand der Qualität des Pulsschlages auf die Art der Erkrankung (auf die Art der Schräglage) schließen kann.

Grundlage dieser "Ordnung der Schräglagen" ist das Yinyang-System. Eine weitere Ordnung der feineren Unterteilung ist das System der Funktionskreise.

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