Schwäche des Abwehr-Qi
Diesen Fachausdruck der Traditionellen Chinesischen Medizin muß man eigentlich kaum übersetzen. Die Abwehrkräfte gegen Erkältungskrankheiten sind nicht sonderlich ausgeprägt. Es handelt sich hier um eine Infektneigung bei einem Menschen von eher schwacher Konstitution. Meist neigt so eine Person mit schwachem Abwehr-Qi zu leichtem Schwitzen (möglicherweise auch schon in erkältungsfreiem Zustand).
Auch im Erkrankungsfall steht leichtes Schwitzen im Vordergrund, das aber nicht zu einer Besserung führt. Die Krankheit zieht sich hin, mündet vielleicht nach vorübergehender Besserung in einen erneuten Infekt.
Dies steht zum Beispiel im Gegensatz zu einem Menschen mit kräftiger Konstitution, der im Erkältungsfall kurz und heftig fiebert und schwitzt, und damit den raschen Genesungsprozeß einleitet.
Sinnvoll ist hier eine Dauerbehandlung über viele Monate mit Chinesischen Kräutern, die die Abwehrfähigkeit des Organismus nach und nach stärken. Im Erkältungsfall kann die Arzneimischung dann angepaßt werden. Antibiotika sind hier nicht nur wenig hilfreich, sondern können sogar den Organismus noch weiter schwächen.
Das Abwehr-Qi hat gelitten