Blockade des Leber-Qi
West-LeberWas bedeutet "Leber-Qi" überhaupt?
Unter "Leber" in unserem westlich-schulmedizinischen Sinn versteht man ein im Oberbauch lokalisiertes Organ.
Jeder hat eine Leber zumindest an der Theke des Fleischers schon gesehen, oder vielleicht im Ultraschall bei der
Bauchuntersuchung durch den Internisten.
"Leber" im Sinne der TCM meint etwas völlig anderes.
Leber bedeutet hier eher bestimmte (nicht-lokalisierte) Körperfunktionen,
die also nicht nur im Oberbauch, sondern überall im Körper stattfinden.
Eine sehr wesentliche Funktion der Leber im Sinne der TCM ist, das Qi fließen zu lassen.
Zugegeben, das klingt vielleicht erstmal eher etwas abstrakt.
Ist das Qi im Fluß, vermittelt es auch das Gefühl, "im Fluß zu sein".
Ist das Qi nicht im Fluß, hat man das Gefühl von Blockaden, von Anspannung und
Festhalten. Im Bauchbereich kann sich das z.B. in Spannung, Blähbauch, Völlegefühl äußern;
in der Muskulatur in Verspannungen, Steifigkeit, Schmerzen.
Im weiblichen Zyklus kann sich so eine Störung des Qi-Flusses vor der Regel in dem bekannten
Prämenstruellen Syndrom mit Unterbauchziehen, Brustspannung und "Stimmungsblockaden" äußern.
Dies Fehlen eines gleichmäßigen Qi-Flusses wird in der TCM "Blockade des Leber-Qi" genannt,
und kann mit Akupunktur und Heilkräutern wunderbar behandelt werden.
Leber-Leitbahn
Eine für die Behandlung der Blockade des Leber-Qi geeignete Rezeptur kann z.B. das "Pulver der heiteren Ungebundenheit" sein.
Der Name dieser Rezeptur vermittelt auch einen guten Eindruck von dem Gefühl, das man bei frei fließendem Leber-Qi hat.
