Milchstau und Mastitis
Ein harmloses aber unangenehmes Problem der stillenden Mutter ist der Milchstau.
Als Folge von Streß, Überforderung oder Schlafmangel, auch nach Druck auf die Brust (z.B. durch den Anschnallgurt beim Autofahren),
oder vielleicht ohne einen erkennbaren Grund kann es zu einem Milchstau in einzelnen Milchgängen kommen.
Auch das Baby kann möglicherweise Störungen im Saugverhalten zeigen.
Es bilden sich schmerzhafte Verhärtungen, die Brust ist druckempfindlich und knubbelig, leichtes Fieber oder
eine gewisse Rötung können auch auftreten. Im ungünstigen Fall kann sich
eine Brustentzündung (Mastitis) daraus entwickeln mit ausgeprägterer Rötung, zunehmendem Schmerz, Anschwellen der gesamten Brust, Fieber
und Krankheitsgefühl.
Die Milch steht bereit,...
...um dem Verzehr zugeführt zu werden.
Auch bei einer Mastitis sollten Sie weiterstillen.
Befragen Sie Ihre Hebamme, eine Stillberaterin oder Ihren Gynäkologen. Es gibt manche einfache Tricks, mit denen man zumindest
einen Milchstau schnell beseitigen kann. Quarkauflagen oder ein coolpack, Auflagen mit Weißkohlblättern,
eine homöopathische Medikation,
eine besondere Lagerung des Babys zur Brust (Kinn des Babys zeigt zum Stau).
Anders ist es dann, wenn sich eine Brustentzündung entwickelt, oder es ohne vorher ersichtlichen Milchstau zu einer Mastitis
gekommen ist. Spätestens jetzt ist eine ärztliche Einschätzung notwendig mit der Entscheidung, ob lokale Maßnahmen
ausreichend sind, oder z.B. eine antibiotische Behandlung erfolgen sollte.
Akupunktur
Ein Milchstau läßt sich mit einer Akupunkturbehandlung meist rasch und sicher beseitigen. Häufig ist
eine Behandlung ausreichend, manchmal sind zwei oder drei "Sitzungen" vonnöten. Meist merkt man nach der Akupunktur bereits
im weiteren Tagesverlauf eine deutliche Entspannung in der gestauten Brustdrüse.
Die Akupunkturpunkte liegen lokal auf der betroffenen Brust, die Nadelung ist aber gut zu ertragen und nicht so unangenehm,
wie man meinen könnte. Weitere Behandlungspunkte liegen entfernt z.B. auf der Schulter, an der Hand und am Fuß.
Heilkräuter
Bei den schwereren Formen der Brustentzündung kommt ebenfalls die Akupunktur zum Einsatz, muß aber ergänzt werden durch Heilkräuter. In der Regel kann eine antibiotische Behandlung so vermieden werden. Die Kombination von Akupunktur und Heilkräutern wirkt meist rasch und sicher, muß aber ärztlich überwacht werden.
Verschiedene Akupunkturpunkte stehen zur Verfügung.